hajimari no koto | aus den notizen eines hanabushi

30. Dezember 2010

zur meisterschaft

Filed under: wegworte — by Tengu @ 23:44
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manche menschen versuchen bewusst kunst zu schaffen. das ist unmöglich, denn die bewusste handlung ist der schönheit nicht fähig. ist die natur von kunst einmal erkannt, ist klar, dass nur in der meisterschaft der weg, dann, liegen kann. das kommt daher, dass, ist die meisterschaft erlangt, jede handlung unbewusst vollzogen wird. so entsteht schönheit.

in seiner fähigkeit zur kunst, gleicht keiner dem meister wie der anfänger. beide sind, auf ihre art, frei von der last der technik. der eine kennt nicht, der andere hat vergessen.

lass blühen

Filed under: wegworte — by Tengu @ 16:00
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oft reden die menschen von individualität, von selbstverwirklichung. doch, in wirklichkeit unternehmen sie kaum etwas, weder für das eine, noch zum anderen. viel lieber verlieren sie sich in der darstellung des selbst, als etwas, was es nicht ist. sie produzieren sich, suchen käufliche dinge um sich zu präsentieren. und, ohne dass es ihnen bewusst wird, machen sie sich zum dutzendgesicht, unterscheiden sich von anderen nur undankbar durch marken. sie haben angst, suchen integration, angeblich im sinne der gemeinschaft. solches verhalten ist unsinn. obschon das individuum immer teil eines ganzen bleibt, wird das ganze nur gut, wenn das individuum zuerst nach reinheit strebt. es sind die blumen; durch sie kommt die wiese zur pracht. die blume aber, sie ist aus sich schön, egal wo sie steht.

darum ist es nötig, dass du deine essenz, deine wahre bestimmung, möglichst früh und klar erkennst. deine bestimmung ist deine blume. lass sie blühen, auf ihre art, einzigartig in dir. nur so dienst du wirklich dem ganzen.

11. Dezember 2010

riken no ken

Filed under: gedanken — by Tengu @ 23:14
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riken no ken
ist mich sehen durch dich, ist dich verlieren in mir
ist dich erholen vom ich, ist mich erneuern in dir
ich in dir und du in allem, seh ich mich, versteh ich dich
zusammen wirken wir, von mir zu dir, mit dir im nichts
bewegst du mich
im rhythmus eines herzens.

10. Dezember 2010

tote fische

Filed under: gedanken — by Tengu @ 13:04
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tote fische schwimmen obenauf. die sogenannte, klare sprache ist ein zeugnis der oberflächlichkeit. dies erkennt sofort, wer über die natur von kommunikation sinniert. durch klare sprache wird gehaltvolle aussage zur unmöglichkeit, denn nur trivialitäten lassen sich mit klarheit vermitteln. wer nicht interpretieren will, der will auch nichts erfahren.

gehalt entspringt allein metaphorischer tiefe. aber, wer nicht schwimmen kann, fürchtet sich vor der tiefe und verweilt im seichten.

von der oberfläche betrachtet, steigen fische, wie vögel, durch die bäume.

6. Dezember 2010

zu verändern

Filed under: wegworte — by Tengu @ 23:16
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viele schüler des weges vertiefen sich allzu sehr ins lernen. sie lesen buch um buch, lesen und lernen. kaum haben sie das eine verstanden, gehen sie zum nächsten und lernen weiter. sie sammeln wissen. solche leute kommen, auf dem weg, nirgendwo hin.

lernen und verstehen allein hat keinen wert. das wichtigste an jeder erkenntnis ist, diese dazu zu verwenden, das eigene selbst, entsprechend dieser erkenntnis, zu verändern. in allem was du verstehst, frage dich, was es für dich bedeuten muss. was bedeutet es für deine werte, was für dein verhalten, was für dein weltbild, deine vorlieben, deine abneigungen? jedes neue wissen kommt nicht ohne implikationen. frage dich, wie du dich also verändern musst.

wenn du es vermeidest, dich selbst zu verändern, so wie es deine erkenntnisse verlangen, kommt deine entwicklung schnell an ihre grenzen. du bewegst dich dann nur noch im kreis. wissen ist bloss ein tor, durch welches du auf den weg gelangen kannst. den weg begehen, kannst du aber nur, wenn du selbst zum wissen wirst.

in offenheit

Filed under: gedanken — by Tengu @ 00:50
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wir müssen uns lösen von ideen, wie staaten und nationen, wirtschaft, oder gesetz. sinnvoll können wir nur leben, wenn wir erkennen, dass der ursprung allen übels in uns selber liegt, und uns dann entsprechend verhalten. einjedem müsste klar sein, dass es keine ausreden gibt, im leben, für nichts.

in letzter konsequenz, ist einjedes unglück in der welt, der unfähigkeit von menschen zuzuschreiben. zum einen, weil sie es nicht verhindern konnten; zum anderen aber, weil sie überhaupt an unglück glauben.

es gibt weder glück, unglück, noch zufall. zufall ist, wenn der mensch die übersicht verliert. wenn eine sache zufällig wäre, dann wäre alles zufällig, und wir könnten nicht existieren. darum sagen wir auch, die welt sei ein gemälde, welches betrachtet wird. natürlich, ist es erst die fehlende übersicht, die den menschen erlaubt an freien willen, und ähnliche eitelkeiten, zu glauben. es wird sich eingeredet, es gäbe dinge die man kontrolliere, um später reulos zu verkünden, dass irren schliesslich menschlich sei. irren ist nicht menschlich, sondern egoistisch. und darum geschieht es auch so oft.

schliesse den kreis in offenheit und verfolge seinen weg. dann wird dir vieles enthüllt.

5. Dezember 2010

sind metaphern

Filed under: gedanken — by Tengu @ 15:32
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zu behaupten, wissenschaft sei wahrer als religion, ist wie die feststellung, dass man mit lateinischen buchstaben besser schreiben könne, als mit chinesischen; oder, dass sich mit arabischen zahlen eher rechnen liesse, als mit meso-amerikanischen. das ist, wie zwei dichter, die sich darum zanken, wer von ihnen das echtere gedicht geschrieben hat.

schon die existenz solcher debatten bringt zum vorschein, dass keiner der debattierenden, weiss wovon er spricht. alle dinge sind veranschaulichung anderer dinge. im ganzen universum existiert nichts als die metapher.

von dämonen

Filed under: wegworte — by Tengu @ 00:07
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wenn die menschen fühlen, wie ihre welt vor dem abgrund steht, versuchen sie eifrig alle anderen davon zu überzeugen, dass alles in ordnung ist. das tun sie mit allen mitteln. sie krallen sich an weltliche errungenschaften, oder glauben ihre erinnerungen seien von bedeutung. besessen von den sechs dämonen, sind sie gefangene ihrer selbst.

wir sind wie steine, die fallen, aber behaupten sie fliegen. alles was wir schaffen, ist weder von bestand, noch von bedeutung. im ende zählt nur was du geworden bist. es ist die reinheit deines innersten seins, woran du gemessen wirst.

lerne loszulassen, was du liebst und zu lieben, was du hasst. tu dir gutes, aber besser tu dir schlechtes, und lass dich von beidem nicht beeindrucken. so findest du auf den weg.

3. Dezember 2010

wie schnee

Filed under: wegworte — by Tengu @ 23:23
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das materielle ist wie schnee, der aus den wolken fällt und liegenbleibt. die menschen sind schneemänner. so lange es kühl bleibt recken sie ihr haupt. kaum im angesicht des feuers, werden sie weich und verkriechen sich.

es ist kalt, und regen wandelt sich zu schnee; weil er es kann. würde er aber zu schnee, aus freiem willen, könnte er jedem feuer trotzen.

nichts so einfach, als dass man nicht davon lernen könnte. kein ding in der welt komplizierter, als ein anderes. alles ist einfach.

am pol

Filed under: gedanken — by Tengu @ 16:20
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auf dem weg zum pol streben alle zu einander. auf dem weg vom pol scheiden sich die wege. angst weicht der zuversicht, und was vorher gefürchtet war, wird bald zur reinigenden herausforderung.

mit willen

Filed under: wegworte — by Tengu @ 01:29
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stähle deinen willen. wenn du eine handlung in dir trägst, dann führe sie aus. und sollte die ganze welt dir sagen, du seist im unrecht, gehe dennoch deinen weg. bereue nichts, sondern lerne.

nur selten löst gewalt probleme. wenn du aber gewalt im herzen trägst, dann ist es dennoch besser sie zu leben, als vorzugeben dein herz ruhe in ganzheit. das schlimmste, was du tun kannst, ist gegen deine essenz zu handeln.

deshalb, erkenne deine natur; dann mache sie zum mittelpunkt der welt. deine werte, dein ganzes weltverständniss, sollen in dir allein den ursprung haben. verfalle nicht dem irrtum, es gäbe eine welt, in der du lebst. es gibt nur die welt, die aus dir entsteht.

deine sinne können dir nichts sagen, was du nicht schon weist. sie zeigen nichts und verbergen viel. durch sie entsteht die täuschung, aus welcher das ego sich erhebt.

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