hajimari no koto | aus den notizen eines hanabushi

5. Dezember 2011

bricht

Filed under: gedanken — by Tengu @ 03:00
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durch tiefen schmerz das herz sich windet flehend
die knospe bricht und der blüten licht die welt erlöst.

30. Oktober 2011

im wahn

Filed under: gedanken — by Tengu @ 18:10
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nennen sich menschen
weder verstand, noch verstanden
und vergehen.
sind holzkreaturen
kleiderständer und mülleimer
verkleidet und spielen
mensch.

im wahn des theaters wird die bühne zur welt
wird zu glänzend gold der mühlstein am hals.

darsteller tot
verfaulend, närrisch strahlend
vorne die maske
von würmern bewegt.
eben ungerührt.

14. August 2011

pyramide sein

Filed under: gedanken — by Tengu @ 20:51
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manch einer verbringt heute seine zeit mit predigen, redet und redet, über die misstände und lügen in der welt, urteilt und richtet. es wird sich aufgespielt; im namen von wahrheit und freiheit, wird da kritisiert und demonstriert. sich berufend auf dieses und jenes, wird positioniert und opponiert.

dass es daran wäre, und vor allem, die eigene, innere welt mit strenge und hingabe zu entwickeln, kommt nicht in den sinn. alle wollen sie sich manifestieren, suchen beachtung. wird nicht gesehen, wie eine gute äussere welt, nur durch eine bessere innere, geschaffen und gehalten sein kann.

wenn der mensch ist, dann nur aus sich hinaus. ist die welt aber von bedeutung, so muss sie pyramide sein.

7. Juni 2011

mach untertan

Filed under: gedanken — by Tengu @ 12:05
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sowohl der weg ins yominokuni, als auch jener nach takamahara sind zu verwerfen, denn beide stellen eine art der dekadenz dar. wer in den himmel will ist ein eitler drückeberger, wer nach der hölle strebt ist entweder einfach dumm, oder aber sehr einsichtig.

der himmel ist der ort ohne leben, die hölle der ohne tod. welcher mensch würde sich eine welt ohne leid wünschen? so etwas tun nur nichtmenschen. wenn wir das leid verurteilen, dann verbleibt nur das nichts.

es gibt menschen, die wollen sich die welt und alles leben untertan machen. daran ist eigentlich nichts auszusetzen, zumal ein diesbezüglicher erfolg der beweis grosser fähigkeit wäre. die, welche sich dabei beklagen, können übergangen werden; schliesslich sind sie in der überzahl, und die überzahl ist immer im unrecht.

24. Mai 2011

so wundervoll

Filed under: gedanken — by Tengu @ 12:30
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nichts so wundervoll in seiner ausgestaltung, so jämmerlich in seinem wirken, wie der mensch; kaum jemals zufrieden und niemals fähig etwas neues zu schaffen. so kann er nur was er kennt, und was er glaubt zu kennen, dass langweilt ihn. mittels seiner eitelkeit, macht er sich selbst zum taugenichts.

27. Februar 2011

kein gleichgewicht

Filed under: gedanken — by Tengu @ 22:26
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gleichgewicht ist bloss ein nachhall vergangener schönheit. der harmonie unfähig, ist es ein zustand, ist es tot.  durch die symmetrie verrät es seine unreinheit. seine essenz ist die spaltung, seine natur die dualität.

die einheit hingegen, sie kennt und braucht kein gleichgewicht, keine symmetrie, denn sie ist frei von zweifel, sie ist eins. ihr wirken ist frei von den trübungen des strebens, frei von emotionen. ihr sein ist zweck und darum schön.

schönheit ist wahrheit darum ist gleichgewicht lüge.

wer liebe predigt aber den krieg verabscheut, der ist ein heuchler und ein feigling. an der wurzel des konflikts liegt immer die liebe, denn kein hass kann sein ohne sie.

gewalt ist, wenn ein zustand einen anderen zwingend zur veränderung bewegt. das bewirken von veränderung ist aber das ziel einer jeden handlung.  jede handlung verurteilt einen bestehenden zustand zu gunsten eines neuen. so ist gewalt die natur handelnder existenz.

11. Dezember 2010

riken no ken

Filed under: gedanken — by Tengu @ 23:14
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riken no ken
ist mich sehen durch dich, ist dich verlieren in mir
ist dich erholen vom ich, ist mich erneuern in dir
ich in dir und du in allem, seh ich mich, versteh ich dich
zusammen wirken wir, von mir zu dir, mit dir im nichts
bewegst du mich
im rhythmus eines herzens.

10. Dezember 2010

tote fische

Filed under: gedanken — by Tengu @ 13:04
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tote fische schwimmen obenauf. die sogenannte, klare sprache ist ein zeugnis der oberflächlichkeit. dies erkennt sofort, wer über die natur von kommunikation sinniert. durch klare sprache wird gehaltvolle aussage zur unmöglichkeit, denn nur trivialitäten lassen sich mit klarheit vermitteln. wer nicht interpretieren will, der will auch nichts erfahren.

gehalt entspringt allein metaphorischer tiefe. aber, wer nicht schwimmen kann, fürchtet sich vor der tiefe und verweilt im seichten.

von der oberfläche betrachtet, steigen fische, wie vögel, durch die bäume.

6. Dezember 2010

in offenheit

Filed under: gedanken — by Tengu @ 00:50
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wir müssen uns lösen von ideen, wie staaten und nationen, wirtschaft, oder gesetz. sinnvoll können wir nur leben, wenn wir erkennen, dass der ursprung allen übels in uns selber liegt, und uns dann entsprechend verhalten. einjedem müsste klar sein, dass es keine ausreden gibt, im leben, für nichts.

in letzter konsequenz, ist einjedes unglück in der welt, der unfähigkeit von menschen zuzuschreiben. zum einen, weil sie es nicht verhindern konnten; zum anderen aber, weil sie überhaupt an unglück glauben.

es gibt weder glück, unglück, noch zufall. zufall ist, wenn der mensch die übersicht verliert. wenn eine sache zufällig wäre, dann wäre alles zufällig, und wir könnten nicht existieren. darum sagen wir auch, die welt sei ein gemälde, welches betrachtet wird. natürlich, ist es erst die fehlende übersicht, die den menschen erlaubt an freien willen, und ähnliche eitelkeiten, zu glauben. es wird sich eingeredet, es gäbe dinge die man kontrolliere, um später reulos zu verkünden, dass irren schliesslich menschlich sei. irren ist nicht menschlich, sondern egoistisch. und darum geschieht es auch so oft.

schliesse den kreis in offenheit und verfolge seinen weg. dann wird dir vieles enthüllt.

5. Dezember 2010

sind metaphern

Filed under: gedanken — by Tengu @ 15:32
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zu behaupten, wissenschaft sei wahrer als religion, ist wie die feststellung, dass man mit lateinischen buchstaben besser schreiben könne, als mit chinesischen; oder, dass sich mit arabischen zahlen eher rechnen liesse, als mit meso-amerikanischen. das ist, wie zwei dichter, die sich darum zanken, wer von ihnen das echtere gedicht geschrieben hat.

schon die existenz solcher debatten bringt zum vorschein, dass keiner der debattierenden, weiss wovon er spricht. alle dinge sind veranschaulichung anderer dinge. im ganzen universum existiert nichts als die metapher.

3. Dezember 2010

am pol

Filed under: gedanken — by Tengu @ 16:20
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auf dem weg zum pol streben alle zu einander. auf dem weg vom pol scheiden sich die wege. angst weicht der zuversicht, und was vorher gefürchtet war, wird bald zur reinigenden herausforderung.

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