hajimari no koto | aus den notizen eines hanabushi

29. Juli 2011

sinn verloren

Filed under: wegworte — by Tengu @ 21:07
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politik, wirtschaft, friede, recht; alles eitles streben, ohne wert, ohne bedeutung, vor allem aber ohne schönheit. ein hanabushi hat weder gesellschaftliche noch materielle motivation. er ist weder für den einen, noch gegen die anderen. alle überlässt er sie ihrem treiben und bewundert die blumen. steckt ein korn, hier, gelegentlich da, und zieht weiter. unterhaltsames bühnenspiel ist ihm das weltgeschehen; die bühne, weder sieger noch verlierer, darsteller, masken, gewänder.

im angesicht von müssen, ist wollen blosse verunreinigung. aber, die vermeintlichen menschen lieben ihren, genauso vermeintlich, freien willen und geben ihm ein lächerliches kleid von zivilisation. zu feige zum können müssen, wollen sie wollen dürfen, vollbringen nichts, und sterben in einfalt. sie vermögen nicht zu beeindrucken.

was seinen sinn verloren hat, sucht trost im wollen, aber nur das müssen verdient das recht des dürfens.

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7. Juni 2011

kaum hingabe

Filed under: wegworte — by Tengu @ 12:07
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es ist egal wonach sich menschen sehnen. aber wenn sie schon streben, dann sollten sie danach trachten, dies in schönheit zu tun; dadurch erlangt es eine gewisse bedeutung. dabei ist zu beachten, dass leid mehr potential zur schönheit in sich trägt, als genuss. beim leiden zeigen die menschen meist grosse hingabe, beim geniessen aber, in aller regel, nicht. eigentlich ist leiden das einzige, worin sie gelegentlich wirklich aufgehen.

wann immer wir versagen, ist es mangelnde hingabe, die uns scheitern lässt. die eitelkeit ist es; sie bringt uns dazu, alles erst für würdig befinden zu müssen, bevor wir uns ihm hingeben mögen. unsere überheblichkeit verleitet uns, einige dinge für wichtiger zu erklären als andere. anstelle einer blendenden menschheit, haben wir, endlich, eine zutiefst verblendete.

25. Januar 2011

ohne feuer

Filed under: wegworte — by Tengu @ 22:27
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der drängende ruf nach gewaltloser revolution offenbart angst. feuer wärmt nicht ohne flamme; eis schmilzt nicht ohne feuer. die sehnsucht nach gewaltlosigkeit ist wie das wasser, welches fällt, sich anpasst und nach immer tieferem niveau strebt.  nur das feuer strebt nach oben und damit nach freiheit. wie die revolution stattfindet ist, an sich, unwichtig. wichtig ist nur, dass sie frei ablaufen kann, ohne drang nach kontrolle des prozesses. wenn wir den prozess zu kontrollieren suchen, lassen wir die energien nicht frei fliessen und verhindern somit den optimalen ausgang. kunst kann auch nicht bewusst geschaffen werden.  wenn wir uns einzelnen aspekten unserer existenz verweigern werden wir dabei sicher nicht reifer. nicht das nicht-kämpfen, sondern die art wie gekämpft wird offenbart die wahre natur der betroffenen. wir können uns nicht reifer geben als wir sind. wir sollen die gewalt nicht suchen, aber sie auch nicht fürchten. lass fliessen und alles wird sich fügen. nicht damit wir sie zu verbessern suchen, existiert die welt, sondern um an ihr zu wachsen.

11. Dezember 2010

riken no ken

Filed under: gedanken — by Tengu @ 23:14
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riken no ken
ist mich sehen durch dich, ist dich verlieren in mir
ist dich erholen vom ich, ist mich erneuern in dir
ich in dir und du in allem, seh ich mich, versteh ich dich
zusammen wirken wir, von mir zu dir, mit dir im nichts
bewegst du mich
im rhythmus eines herzens.

6. Dezember 2010

zu verändern

Filed under: wegworte — by Tengu @ 23:16
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viele schüler des weges vertiefen sich allzu sehr ins lernen. sie lesen buch um buch, lesen und lernen. kaum haben sie das eine verstanden, gehen sie zum nächsten und lernen weiter. sie sammeln wissen. solche leute kommen, auf dem weg, nirgendwo hin.

lernen und verstehen allein hat keinen wert. das wichtigste an jeder erkenntnis ist, diese dazu zu verwenden, das eigene selbst, entsprechend dieser erkenntnis, zu verändern. in allem was du verstehst, frage dich, was es für dich bedeuten muss. was bedeutet es für deine werte, was für dein verhalten, was für dein weltbild, deine vorlieben, deine abneigungen? jedes neue wissen kommt nicht ohne implikationen. frage dich, wie du dich also verändern musst.

wenn du es vermeidest, dich selbst zu verändern, so wie es deine erkenntnisse verlangen, kommt deine entwicklung schnell an ihre grenzen. du bewegst dich dann nur noch im kreis. wissen ist bloss ein tor, durch welches du auf den weg gelangen kannst. den weg begehen, kannst du aber nur, wenn du selbst zum wissen wirst.

5. Dezember 2010

von dämonen

Filed under: wegworte — by Tengu @ 00:07
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wenn die menschen fühlen, wie ihre welt vor dem abgrund steht, versuchen sie eifrig alle anderen davon zu überzeugen, dass alles in ordnung ist. das tun sie mit allen mitteln. sie krallen sich an weltliche errungenschaften, oder glauben ihre erinnerungen seien von bedeutung. besessen von den sechs dämonen, sind sie gefangene ihrer selbst.

wir sind wie steine, die fallen, aber behaupten sie fliegen. alles was wir schaffen, ist weder von bestand, noch von bedeutung. im ende zählt nur was du geworden bist. es ist die reinheit deines innersten seins, woran du gemessen wirst.

lerne loszulassen, was du liebst und zu lieben, was du hasst. tu dir gutes, aber besser tu dir schlechtes, und lass dich von beidem nicht beeindrucken. so findest du auf den weg.

3. Dezember 2010

mit willen

Filed under: wegworte — by Tengu @ 01:29
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stähle deinen willen. wenn du eine handlung in dir trägst, dann führe sie aus. und sollte die ganze welt dir sagen, du seist im unrecht, gehe dennoch deinen weg. bereue nichts, sondern lerne.

nur selten löst gewalt probleme. wenn du aber gewalt im herzen trägst, dann ist es dennoch besser sie zu leben, als vorzugeben dein herz ruhe in ganzheit. das schlimmste, was du tun kannst, ist gegen deine essenz zu handeln.

deshalb, erkenne deine natur; dann mache sie zum mittelpunkt der welt. deine werte, dein ganzes weltverständniss, sollen in dir allein den ursprung haben. verfalle nicht dem irrtum, es gäbe eine welt, in der du lebst. es gibt nur die welt, die aus dir entsteht.

deine sinne können dir nichts sagen, was du nicht schon weist. sie zeigen nichts und verbergen viel. durch sie entsteht die täuschung, aus welcher das ego sich erhebt.

28. November 2010

von sinnen

Filed under: wegworte — by Tengu @ 02:11
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der krieger will veränderung in sich – von jedem moment auf den nächsten. er will jeden gedanken gedacht haben, jedes gefühl gefühlt haben, am ende des weges. daher, lerne einfach zufrieden zu sein. versuche nicht zu tun was du magst, sondern zu mögen was du tust.

wir machen erfahrungen. wenn wir diese nutzen und brav aus jenen lernen, so geht uns alsbald auf, dass es in der welt – als realität verkannt – nichts wirklich erstrebenswertes gibt. sodann, recht unvermittelt und mit arger klarheit, zeigt sich, dass ausser dem weg da gar nichts ist.

anders ausgedrückt; die qualität deiner schwingung ist das einzige von belang. um die qualität einer schwingung zu erkennen, müssen wir ihrer essenz gewahr werden. tu ab den irrtum und du bist da.

finde deine ebene, verstehe dein handeln, und transzendiere sie in schönheit. sei die raupe, der schmetterling, und das ei. sei der falter, der in dir die flamme findet, in der er brennen will.

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