hajimari no koto | aus den notizen eines hanabushi

7. November 2011

irr

Filed under: wegworte — by Tengu @ 17:35
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findet er wollend irr
zur rechten ein un
in liebe über das grab

wenn menschen wollen ist leid geboren.

4. August 2011

von zugehörigkeit

Filed under: wegworte — by Tengu @ 23:26
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je schwächer ein mensch, umso mehr sucht er zugehörigkeit. stärke aber erlangt man nicht durch gesellschaft, sondern durch reinheit im zweck. wer anerkennung will ist ohnehin ein lügner, denn was echt ist braucht keine welt, will nicht bestätigung. die meinung anderer mag zwar interessant sein, doch hält sie, an sich, kein gewicht. so verhält es sich auch in allen anderen dingen. jede form von zugehörigkeit ist eine trübung der sicht und führt in den irrtum.

 

egal wie weit ein esel auch reisen mag,

er wird nicht als pferd zurück kommen.

(GITS Innocence)

29. Juli 2011

sinn verloren

Filed under: wegworte — by Tengu @ 21:07
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politik, wirtschaft, friede, recht; alles eitles streben, ohne wert, ohne bedeutung, vor allem aber ohne schönheit. ein hanabushi hat weder gesellschaftliche noch materielle motivation. er ist weder für den einen, noch gegen die anderen. alle überlässt er sie ihrem treiben und bewundert die blumen. steckt ein korn, hier, gelegentlich da, und zieht weiter. unterhaltsames bühnenspiel ist ihm das weltgeschehen; die bühne, weder sieger noch verlierer, darsteller, masken, gewänder.

im angesicht von müssen, ist wollen blosse verunreinigung. aber, die vermeintlichen menschen lieben ihren, genauso vermeintlich, freien willen und geben ihm ein lächerliches kleid von zivilisation. zu feige zum können müssen, wollen sie wollen dürfen, vollbringen nichts, und sterben in einfalt. sie vermögen nicht zu beeindrucken.

was seinen sinn verloren hat, sucht trost im wollen, aber nur das müssen verdient das recht des dürfens.

7. Juni 2011

kaum hingabe

Filed under: wegworte — by Tengu @ 12:07
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es ist egal wonach sich menschen sehnen. aber wenn sie schon streben, dann sollten sie danach trachten, dies in schönheit zu tun; dadurch erlangt es eine gewisse bedeutung. dabei ist zu beachten, dass leid mehr potential zur schönheit in sich trägt, als genuss. beim leiden zeigen die menschen meist grosse hingabe, beim geniessen aber, in aller regel, nicht. eigentlich ist leiden das einzige, worin sie gelegentlich wirklich aufgehen.

wann immer wir versagen, ist es mangelnde hingabe, die uns scheitern lässt. die eitelkeit ist es; sie bringt uns dazu, alles erst für würdig befinden zu müssen, bevor wir uns ihm hingeben mögen. unsere überheblichkeit verleitet uns, einige dinge für wichtiger zu erklären als andere. anstelle einer blendenden menschheit, haben wir, endlich, eine zutiefst verblendete.

mach untertan

Filed under: gedanken — by Tengu @ 12:05
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sowohl der weg ins yominokuni, als auch jener nach takamahara sind zu verwerfen, denn beide stellen eine art der dekadenz dar. wer in den himmel will ist ein eitler drückeberger, wer nach der hölle strebt ist entweder einfach dumm, oder aber sehr einsichtig.

der himmel ist der ort ohne leben, die hölle der ohne tod. welcher mensch würde sich eine welt ohne leid wünschen? so etwas tun nur nichtmenschen. wenn wir das leid verurteilen, dann verbleibt nur das nichts.

es gibt menschen, die wollen sich die welt und alles leben untertan machen. daran ist eigentlich nichts auszusetzen, zumal ein diesbezüglicher erfolg der beweis grosser fähigkeit wäre. die, welche sich dabei beklagen, können übergangen werden; schliesslich sind sie in der überzahl, und die überzahl ist immer im unrecht.

24. Mai 2011

so wundervoll

Filed under: gedanken — by Tengu @ 12:30
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nichts so wundervoll in seiner ausgestaltung, so jämmerlich in seinem wirken, wie der mensch; kaum jemals zufrieden und niemals fähig etwas neues zu schaffen. so kann er nur was er kennt, und was er glaubt zu kennen, dass langweilt ihn. mittels seiner eitelkeit, macht er sich selbst zum taugenichts.

nicht streben

Filed under: wegworte — by Tengu @ 12:29
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das meiste streben ist unsinn; ein akt der eitelkeit. im wesentlichen taugt es nur zur bestimmung der eigenen position. ist jene position einst ermittelt, verkommt alles weitere streben zur selbstbefriedigung. man muss es verwerfen.

jedes streben wird ersetzt durch einen individuellen fluss essentieller nötigkeit. denken und handeln werden zu einem integralen komplex umfassender kausaler konsistenz. dies ist das ende der zerrissenheit.

der erste schritt besteht darin, die welt zu erkennen, das fokussiert dein streben und du verstehst deine wahren neigungen. im zweiten schritt erkennst du dich selbst und all dein streben wird eins; der weg offenbart sich. im dritten schritt vernichtest du dein ich und erfährst so den sinn deines seins.

nun nimm dir die welt zum schleifstein und poliere dich, auf dass an dir nichts anderes als zweck verbleibe.

nimm dunkelheit

Filed under: wegworte — by Tengu @ 12:27
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wer sinn und natur des seins erkennt, interessiert sich nicht länger für politik oder religion, für gerechtigkeit, wahrheit und unwahrheit. dinge wie ansehen, macht oder reichtum sind dann weder von bedeutung noch von interesse. es gibt auch keinen sinnvollen grund die welt zu verbessern. man geht seinen weg und lässt den anderen den ihren.

völlig egal wie die welt aussieht, nichts und niemand kann dich davon abhalten deinen eigentlichen weg zu gehen. die äusseren umstände sind dabei ohne belang, denn eine schlechte welt ist ansporn zur inneren arbeit. licht schafft dunkelheit, dunkelheit schafft licht.

um licht zu werden geht man nicht ins licht, sondern man sucht die grösste dunkelheit, nimmt sie zur gänze in sich auf und versiegelt sie tief. das ist alles.

27. Februar 2011

kein gleichgewicht

Filed under: gedanken — by Tengu @ 22:26
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gleichgewicht ist bloss ein nachhall vergangener schönheit. der harmonie unfähig, ist es ein zustand, ist es tot.  durch die symmetrie verrät es seine unreinheit. seine essenz ist die spaltung, seine natur die dualität.

die einheit hingegen, sie kennt und braucht kein gleichgewicht, keine symmetrie, denn sie ist frei von zweifel, sie ist eins. ihr wirken ist frei von den trübungen des strebens, frei von emotionen. ihr sein ist zweck und darum schön.

schönheit ist wahrheit darum ist gleichgewicht lüge.

wer liebe predigt aber den krieg verabscheut, der ist ein heuchler und ein feigling. an der wurzel des konflikts liegt immer die liebe, denn kein hass kann sein ohne sie.

gewalt ist, wenn ein zustand einen anderen zwingend zur veränderung bewegt. das bewirken von veränderung ist aber das ziel einer jeden handlung.  jede handlung verurteilt einen bestehenden zustand zu gunsten eines neuen. so ist gewalt die natur handelnder existenz.

27. Januar 2011

nimm wahr

Filed under: wegworte — by Tengu @ 14:06
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du kannst wohl versuchen, dich als teil der welt zu verstehen, nur erreichen wirst du so nicht viel. die wahre einheit offenbart sich dir, wenn du die welt als teil von dir erkennst. der gespaltene mensch nimmt wahr, erkennt und assoziiert. der geeinte mensch nimmt wahr, assoziiert und erkennt.
das klarste und reinste wasser findest du an der quelle. wie weiter es von da fliesst, umso schmutziger wird es. so ist das neue niemals von der reinheit des alten. fortschritt ist verunreinigung, von welcher nur massive umwälzung uns befreien kann.
vernunft ist glaube. sie existiert für die schwachen menschen, welche sich in den glauben flüchten, aus furcht vor dem eigenen sein. wer glaubt weiss nicht; wer weiss ist nicht.

25. Januar 2011

ohne feuer

Filed under: wegworte — by Tengu @ 22:27
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der drängende ruf nach gewaltloser revolution offenbart angst. feuer wärmt nicht ohne flamme; eis schmilzt nicht ohne feuer. die sehnsucht nach gewaltlosigkeit ist wie das wasser, welches fällt, sich anpasst und nach immer tieferem niveau strebt.  nur das feuer strebt nach oben und damit nach freiheit. wie die revolution stattfindet ist, an sich, unwichtig. wichtig ist nur, dass sie frei ablaufen kann, ohne drang nach kontrolle des prozesses. wenn wir den prozess zu kontrollieren suchen, lassen wir die energien nicht frei fliessen und verhindern somit den optimalen ausgang. kunst kann auch nicht bewusst geschaffen werden.  wenn wir uns einzelnen aspekten unserer existenz verweigern werden wir dabei sicher nicht reifer. nicht das nicht-kämpfen, sondern die art wie gekämpft wird offenbart die wahre natur der betroffenen. wir können uns nicht reifer geben als wir sind. wir sollen die gewalt nicht suchen, aber sie auch nicht fürchten. lass fliessen und alles wird sich fügen. nicht damit wir sie zu verbessern suchen, existiert die welt, sondern um an ihr zu wachsen.

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