hajimari no koto | aus den notizen eines hanabushi

30. Oktober 2011

im wahn

Filed under: gedanken — by Tengu @ 18:10
Tags:

nennen sich menschen
weder verstand, noch verstanden
und vergehen.
sind holzkreaturen
kleiderständer und mülleimer
verkleidet und spielen
mensch.

im wahn des theaters wird die bühne zur welt
wird zu glänzend gold der mühlstein am hals.

darsteller tot
verfaulend, närrisch strahlend
vorne die maske
von würmern bewegt.
eben ungerührt.

Advertisements

24. Mai 2011

so wundervoll

Filed under: gedanken — by Tengu @ 12:30
Tags: ,

nichts so wundervoll in seiner ausgestaltung, so jämmerlich in seinem wirken, wie der mensch; kaum jemals zufrieden und niemals fähig etwas neues zu schaffen. so kann er nur was er kennt, und was er glaubt zu kennen, dass langweilt ihn. mittels seiner eitelkeit, macht er sich selbst zum taugenichts.

nicht streben

Filed under: wegworte — by Tengu @ 12:29
Tags: ,

das meiste streben ist unsinn; ein akt der eitelkeit. im wesentlichen taugt es nur zur bestimmung der eigenen position. ist jene position einst ermittelt, verkommt alles weitere streben zur selbstbefriedigung. man muss es verwerfen.

jedes streben wird ersetzt durch einen individuellen fluss essentieller nötigkeit. denken und handeln werden zu einem integralen komplex umfassender kausaler konsistenz. dies ist das ende der zerrissenheit.

der erste schritt besteht darin, die welt zu erkennen, das fokussiert dein streben und du verstehst deine wahren neigungen. im zweiten schritt erkennst du dich selbst und all dein streben wird eins; der weg offenbart sich. im dritten schritt vernichtest du dein ich und erfährst so den sinn deines seins.

nun nimm dir die welt zum schleifstein und poliere dich, auf dass an dir nichts anderes als zweck verbleibe.

27. Januar 2011

nimm wahr

Filed under: wegworte — by Tengu @ 14:06
Tags: , ,

du kannst wohl versuchen, dich als teil der welt zu verstehen, nur erreichen wirst du so nicht viel. die wahre einheit offenbart sich dir, wenn du die welt als teil von dir erkennst. der gespaltene mensch nimmt wahr, erkennt und assoziiert. der geeinte mensch nimmt wahr, assoziiert und erkennt.
das klarste und reinste wasser findest du an der quelle. wie weiter es von da fliesst, umso schmutziger wird es. so ist das neue niemals von der reinheit des alten. fortschritt ist verunreinigung, von welcher nur massive umwälzung uns befreien kann.
vernunft ist glaube. sie existiert für die schwachen menschen, welche sich in den glauben flüchten, aus furcht vor dem eigenen sein. wer glaubt weiss nicht; wer weiss ist nicht.

10. Dezember 2010

tote fische

Filed under: gedanken — by Tengu @ 13:04
Tags: ,

tote fische schwimmen obenauf. die sogenannte, klare sprache ist ein zeugnis der oberflächlichkeit. dies erkennt sofort, wer über die natur von kommunikation sinniert. durch klare sprache wird gehaltvolle aussage zur unmöglichkeit, denn nur trivialitäten lassen sich mit klarheit vermitteln. wer nicht interpretieren will, der will auch nichts erfahren.

gehalt entspringt allein metaphorischer tiefe. aber, wer nicht schwimmen kann, fürchtet sich vor der tiefe und verweilt im seichten.

von der oberfläche betrachtet, steigen fische, wie vögel, durch die bäume.

5. Dezember 2010

sind metaphern

Filed under: gedanken — by Tengu @ 15:32
Tags: ,

zu behaupten, wissenschaft sei wahrer als religion, ist wie die feststellung, dass man mit lateinischen buchstaben besser schreiben könne, als mit chinesischen; oder, dass sich mit arabischen zahlen eher rechnen liesse, als mit meso-amerikanischen. das ist, wie zwei dichter, die sich darum zanken, wer von ihnen das echtere gedicht geschrieben hat.

schon die existenz solcher debatten bringt zum vorschein, dass keiner der debattierenden, weiss wovon er spricht. alle dinge sind veranschaulichung anderer dinge. im ganzen universum existiert nichts als die metapher.

3. Dezember 2010

wie schnee

Filed under: wegworte — by Tengu @ 23:23
Tags:

das materielle ist wie schnee, der aus den wolken fällt und liegenbleibt. die menschen sind schneemänner. so lange es kühl bleibt recken sie ihr haupt. kaum im angesicht des feuers, werden sie weich und verkriechen sich.

es ist kalt, und regen wandelt sich zu schnee; weil er es kann. würde er aber zu schnee, aus freiem willen, könnte er jedem feuer trotzen.

nichts so einfach, als dass man nicht davon lernen könnte. kein ding in der welt komplizierter, als ein anderes. alles ist einfach.

am pol

Filed under: gedanken — by Tengu @ 16:20
Tags:

auf dem weg zum pol streben alle zu einander. auf dem weg vom pol scheiden sich die wege. angst weicht der zuversicht, und was vorher gefürchtet war, wird bald zur reinigenden herausforderung.

1. Dezember 2010

sei aufrichtig

Filed under: wegworte — by Tengu @ 00:42
Tags:

gänzlich aufrichtig bist du erst, wenn du akzeptierst, dass alles, was dir deine sinne sagen, täuschung ist. alle erfahrungen sind nicht mehr als ein schattenwurf des wirklichen. realität lässt sich mittels des körpers nicht erfahren. der glaube an diese falsche, oder triviale, realität, führt zu leid. sei in allem was du tust, so aufrichtig wie eben möglich.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: