hajimari no koto | aus den notizen eines hanabushi

5. Dezember 2011

bricht

Filed under: gedanken — by Tengu @ 03:00
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durch tiefen schmerz das herz sich windet flehend
die knospe bricht und der blüten licht die welt erlöst.

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7. November 2011

irr

Filed under: wegworte — by Tengu @ 17:35
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findet er wollend irr
zur rechten ein un
in liebe über das grab

wenn menschen wollen ist leid geboren.

7. Juni 2011

mach untertan

Filed under: gedanken — by Tengu @ 12:05
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sowohl der weg ins yominokuni, als auch jener nach takamahara sind zu verwerfen, denn beide stellen eine art der dekadenz dar. wer in den himmel will ist ein eitler drückeberger, wer nach der hölle strebt ist entweder einfach dumm, oder aber sehr einsichtig.

der himmel ist der ort ohne leben, die hölle der ohne tod. welcher mensch würde sich eine welt ohne leid wünschen? so etwas tun nur nichtmenschen. wenn wir das leid verurteilen, dann verbleibt nur das nichts.

es gibt menschen, die wollen sich die welt und alles leben untertan machen. daran ist eigentlich nichts auszusetzen, zumal ein diesbezüglicher erfolg der beweis grosser fähigkeit wäre. die, welche sich dabei beklagen, können übergangen werden; schliesslich sind sie in der überzahl, und die überzahl ist immer im unrecht.

27. Februar 2011

kein gleichgewicht

Filed under: gedanken — by Tengu @ 22:26
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gleichgewicht ist bloss ein nachhall vergangener schönheit. der harmonie unfähig, ist es ein zustand, ist es tot.  durch die symmetrie verrät es seine unreinheit. seine essenz ist die spaltung, seine natur die dualität.

die einheit hingegen, sie kennt und braucht kein gleichgewicht, keine symmetrie, denn sie ist frei von zweifel, sie ist eins. ihr wirken ist frei von den trübungen des strebens, frei von emotionen. ihr sein ist zweck und darum schön.

schönheit ist wahrheit darum ist gleichgewicht lüge.

wer liebe predigt aber den krieg verabscheut, der ist ein heuchler und ein feigling. an der wurzel des konflikts liegt immer die liebe, denn kein hass kann sein ohne sie.

gewalt ist, wenn ein zustand einen anderen zwingend zur veränderung bewegt. das bewirken von veränderung ist aber das ziel einer jeden handlung.  jede handlung verurteilt einen bestehenden zustand zu gunsten eines neuen. so ist gewalt die natur handelnder existenz.

25. Januar 2011

ohne feuer

Filed under: wegworte — by Tengu @ 22:27
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der drängende ruf nach gewaltloser revolution offenbart angst. feuer wärmt nicht ohne flamme; eis schmilzt nicht ohne feuer. die sehnsucht nach gewaltlosigkeit ist wie das wasser, welches fällt, sich anpasst und nach immer tieferem niveau strebt.  nur das feuer strebt nach oben und damit nach freiheit. wie die revolution stattfindet ist, an sich, unwichtig. wichtig ist nur, dass sie frei ablaufen kann, ohne drang nach kontrolle des prozesses. wenn wir den prozess zu kontrollieren suchen, lassen wir die energien nicht frei fliessen und verhindern somit den optimalen ausgang. kunst kann auch nicht bewusst geschaffen werden.  wenn wir uns einzelnen aspekten unserer existenz verweigern werden wir dabei sicher nicht reifer. nicht das nicht-kämpfen, sondern die art wie gekämpft wird offenbart die wahre natur der betroffenen. wir können uns nicht reifer geben als wir sind. wir sollen die gewalt nicht suchen, aber sie auch nicht fürchten. lass fliessen und alles wird sich fügen. nicht damit wir sie zu verbessern suchen, existiert die welt, sondern um an ihr zu wachsen.

30. Dezember 2010

zur meisterschaft

Filed under: wegworte — by Tengu @ 23:44
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manche menschen versuchen bewusst kunst zu schaffen. das ist unmöglich, denn die bewusste handlung ist der schönheit nicht fähig. ist die natur von kunst einmal erkannt, ist klar, dass nur in der meisterschaft der weg, dann, liegen kann. das kommt daher, dass, ist die meisterschaft erlangt, jede handlung unbewusst vollzogen wird. so entsteht schönheit.

in seiner fähigkeit zur kunst, gleicht keiner dem meister wie der anfänger. beide sind, auf ihre art, frei von der last der technik. der eine kennt nicht, der andere hat vergessen.

lass blühen

Filed under: wegworte — by Tengu @ 16:00
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oft reden die menschen von individualität, von selbstverwirklichung. doch, in wirklichkeit unternehmen sie kaum etwas, weder für das eine, noch zum anderen. viel lieber verlieren sie sich in der darstellung des selbst, als etwas, was es nicht ist. sie produzieren sich, suchen käufliche dinge um sich zu präsentieren. und, ohne dass es ihnen bewusst wird, machen sie sich zum dutzendgesicht, unterscheiden sich von anderen nur undankbar durch marken. sie haben angst, suchen integration, angeblich im sinne der gemeinschaft. solches verhalten ist unsinn. obschon das individuum immer teil eines ganzen bleibt, wird das ganze nur gut, wenn das individuum zuerst nach reinheit strebt. es sind die blumen; durch sie kommt die wiese zur pracht. die blume aber, sie ist aus sich schön, egal wo sie steht.

darum ist es nötig, dass du deine essenz, deine wahre bestimmung, möglichst früh und klar erkennst. deine bestimmung ist deine blume. lass sie blühen, auf ihre art, einzigartig in dir. nur so dienst du wirklich dem ganzen.

11. Dezember 2010

riken no ken

Filed under: gedanken — by Tengu @ 23:14
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riken no ken
ist mich sehen durch dich, ist dich verlieren in mir
ist dich erholen vom ich, ist mich erneuern in dir
ich in dir und du in allem, seh ich mich, versteh ich dich
zusammen wirken wir, von mir zu dir, mit dir im nichts
bewegst du mich
im rhythmus eines herzens.

2. Dezember 2010

ohne ende

Filed under: wegworte — by Tengu @ 21:21
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nichts mit anfang darf ohne ende sein. erst durch die vernichtung erfährt alles wahre vollendung. kunstwerke, gesammelt in einem museum, sind keine. vergänglichkeit ist die essenz von schönheit, und ohne die essenz ist alles nichts.

28. November 2010

zur schönheit

Filed under: wegworte — by Tengu @ 02:27
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zu jedem problem kannst du tausend lösungen finden, von schönheit aber sind davon nur die wenigsten. wenn du schönheit nicht verstehst, kannst du es zu nichts gutem bringen. schön ist, was seiner essenz treu ist. alles andere ist unschön. was keine funktion hat ist ein makel, und wer schmuck trägt ist im irrtum.

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