hajimari no koto | aus den notizen eines hanabushi

2. Dezember 2010

ohne ende

Filed under: wegworte — by Tengu @ 21:21
Tags: ,

nichts mit anfang darf ohne ende sein. erst durch die vernichtung erfährt alles wahre vollendung. kunstwerke, gesammelt in einem museum, sind keine. vergänglichkeit ist die essenz von schönheit, und ohne die essenz ist alles nichts.

29. November 2010

im kreis

Filed under: gedanken — by Tengu @ 12:52
Tags:

der tag wird zur nacht, die nacht wird zu einem neuen tag. der frühling lässt die blüten spriessen, der herbst sieht sie fallen. menschen werden geboren und sie sterben. Alles im universum hat einen anfang und ein ende. auf jedes ende folgt ein neuanfang.

in allem was uns umgibt, und in allem was wir sind, erkennen wir, dass nichts existiert, was nicht einem zyklus von kontraktion und expansion folgt; atmungszyklus, menstruationszyklus, schwangerschaftszyklus, jahreszyklus, lernzyklus, wirtschaftszyklus, schlafzyklus, geschichtszyklus, und so weiter. wir sehen,  dass folglich leben und tod nur metaphern für kontraktion und expansion sind. zusammen bilden sie einen existenzzyklus.

licht kann nicht ohne dunkelheit sein, denn erst durch die dunkelheit, können wir licht als solches erkennen. erst durch den tod können wir leben als solches erkennen. warum also sollten wir fürchten, was uns überhaupt erst ermöglicht zu sein? dadurch, dass wir das leben schätzen, den tod aber meiden, verleugnen wir effektiv die hälfte unserer eigentlichen existenz. wenn du schläfst, bist du immer noch du, nur eben etwas anders. ein baum im winter ist immer noch ein baum, nur eben ohne blätter.

warum also fürchten sich menschen vor dem tode? fürchtet sich die lunge etwa nach dem ausatmen vor dem einatmen? fürchtet sich der baum vor dem winter?

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: